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Wiener Islamstudien

Die Reihe „Wiener Islamstudien“ gewinnt immer mehr internationales Profil

 

 

Mit dieser Reihe, die in der internationalen Scientific Community mit Aufmerksamkeit verfolgt wird, versucht der Herausgeber und Autor  Prof. Dr. Ednan Aslan die aktuellen Forschungsergebnisse zur Situation der Muslime in der Gegenwart zu präsentieren. Dazu sagt Prof. Aslan:


„Mit diesen Publikationen möchten wir auf die Studien und Forschungen der islamwissenschaftlichen und religionspädagogischen Entwicklungen aus Wien aufmerksam machen. Wenn wir diese Reihe auch als „Wiener Islamstudien“ bezeichnen, so hat sie doch  sehr eng mit den weiteren Entwicklungen über alle Grenzen hinaus in diesem Bereich  zu tun, weil wir in einer globalen Welt die Probleme und Lösungen nicht mehr voneinander getrennt betrachten können. Kulturelle Entwicklungen finden heute kaum mehr vereinzelt statt, sondern  sind immer mehr  gleichen Einflüssen parallel unterzogen.“

In der Serie kommen  renommierte WissenschaftlerInnen aus aller Welt zu Wort und setzen sich mit den aktuellen Fragen, die die Muslime herausfordern, auseinander.

 

In dieser Reihe erschien der erste Band mit dem Titel „The Training of Imams and Teachers for Islamic Education in Europe“, der die Ausbildung der Imame und ReligionslehrerInnen in Europa thematisierte.

Der darauf folgende Band untersucht die Möglichkeiten einer Etablierung der islamischen Theologie an der Universität Wien. Die Etablierung der islamischen Theologie an der Universität Wien ist wegen der besonderen Situation des Islams in Österreich für Europa von besonderer Bedeutung.  Die Ziele der Veröffentlichung steuern darauf hin, eine gute Ausbildungsgrundlage für Imame und SeelsorgerInnen im europäischen Kontext zu schaffen:

 

„Auch in Österreich wird der Ausbildung der Imame und SeelsorgerInnen großer Wert beigemessen um sicherzustellen, dass die Ausbildung dieser Berufsgruppe in nächster Zukunft auf eine gute Grundlage gestellt werden kann. Diese Arbeit erhebt den Anspruch, die Möglichkeiten einer derartigen Ausbildung an den staatlichen Universitäten, die eine entscheidende Voraussetzung für die Kontextualisierung des Islam in unserem Lande ist, aufzuzeigen.“

 

Der dritte Band „Muslima Theology“ (The Voices of Muslim Woman Theologians), den Prof. Aslan mit seiner amerikanischen Kollegin Marcia Hermansen herausgab, setzt sich mit der aktuellen Situation der Frauen in der Islamischen Theologie auseinander und hinterfragt die Stellung der  muslimischen Frau in der männerdominierten Theologie.

 

Die Zukunft des Islam in Europa hängt  mit der Zukunft der muslimischen Frauen  sehr eng zusammen. Ohne die Befreiung der muslimischen Frau aus der theologisch begründeten Unterdrückung kann von einem zukunftsfähigen Islam nicht gesprochen werden. Muslime sind herausgefordert, sich mit der, für ihre Religion fälschlicherweise gleichgesetzte Theologie kritisch auseinanderzusetzen und Wege zu einer neuen, vor allem zeitgemäß einfühlsamen Theologie zu eröffnen.

 

Der vierte Band „Islamic Education in Secular Societes“  wurde gemeinsam mit der amerikanischen Wissenschaftlerin Margaret Rausch  herausgegeben.  In diesem Band wird die aktuelle Bildungssituation der muslimischen Kinder in den verschiedenen westlichen Ländern unter die Lupe genommen, da die wachsende Zahl der muslimischen Kinder an den öffentlichen Schulen eine besondere Aufgabe für die hiesigen säkularen Gesellschaften darstellt. Die erfolgreiche Integration der Muslime setzt eine gelungene Bildung der muslimischen Kinder voraus, sagt Aslan und führt weiter aus:
„Unter besonderen Bedingungen von Europa kommt der Erziehung muslimischer Kinder im Prozess der Verheimatung in Europa eine besondere Bedeutung zu, damit die hier heranwachsenden Muslime mit dieser neuen Heimat identisch verwachsen können. Ohne das Gefühl der inneren Verbundenheit kann man der  Gesellschaft nicht wirklich dienlich sein. Islamische Erziehung hat die Aufgabe den Kindern diesen Wandel deuten zu helfen, so dass eine europäische Identität in einer säkularen, pluralistischen Gesellschaft in einem offenen Dialog mit der eigenen Tradition möglich sein wird. Muslime haben die Aufgabe den Kontext Europa in ihre religiöse Erziehung zu integrieren und sich von der Peripherie der Gesellschaft in deren Mitte zu bewegen.“

 

Prof. Aslan ist davon überzeugt, dass man durch die Gründung der Forschungsplattform „Institut für Islamische Studien“ Universität Wien verstärkt in der Lage sein wird in der Islamforschung weltweit deutliche wissenschaftliche Akzente zu setzen.

 

 

Weitere Information:

http://www.peterlang.com/index.cfm?event=cmp.ccc.seitenstruktur.detailseiten&seitentyp=series&pk=41852

http://islamische-religionspaedagogik.univie.ac.at/publikationen/

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